Kraftwerk und mehr
Was wissen wir aus dem ersten Teil?
1985 hätte ich als Schüler die Gelegenheit gehabt in der Wiener Stadthalle Deep Purple in der erfolgreichsten Besetzung live miterleben zu können, was ich aber aus eigener Entscheidung nicht tat.
2024 holte ich dies dann teilweise nach, indem ich mit meiner Tochter hunderte Kilometer nach Innsbruck reiste, um dort die letzte Gelegenheit zu nutzen, zumindest Teile der Originalbesetzung einmal live spielen zu sehen.
Mission fast erfolgreich abgeschlossen.
Mein Musikfreak Ich konnte ein missing link abhaken.
Prinzipiell habe ich selbst den Drang, meine Musikidole zumindest einmal miterleben zu dürfen.
Das gelang mir bei
Paul McCartney 3 mal
Frank Zappa 2 mal
B.B. King 1 mal
Eric Clapton 1 mal
Kraftwerk 1 mal (spät aber doch 2024 vor dem Schloß Schönbrunn)
(fast) Led Zeppelin 1 mal als gemeinsames Konzert von Robert Plant und Jimmy Page
Black Sabbath 1 mal
The Police 1 mal
Rolling Stones - ich denke 4 mal
U2 2 mal
White Stripes 2 mal
Blur 2 mal
Falco - das legendäre Konzert auf der Donauinsel
und jetzt kann ich auch Deep Purple an diese Liste anfügen - für mich ein großer Erfolg.
Weil ich das Schönbrunn Konzert von Kraftwerk anführe.
Ich möchte ins Jahr 1977 zurückreisen. In das Jahr in dem das Album Trans Europa Express von Kraftwerk erschien.
Ich war gerade neun Jahre alt, als ich den, dem Album namengebenden Titel das erste mal und dann immer wieder aus dem Kassettenrekorder des Nachbarkindes hörte. Der wummernde Rhythmus, der einen Schnellzug nachahmte ging mir nicht mehr aus dem Kopf und somit entschloss ich mich, mir für das kommende Weihnachtsfest das erste mal Schallplatten zu wünschen. Das Weihnachtsfest kam und tatsächlich lagen auch zwei Langspielplatten unterm Weihnachtsbaum. Zum ersten eine gelbe Werbeschallplatte der Zentralsparkasse mit damals gängigen Musiknummern wie Love is like Ogygene von Sweet, Locomotive Breath von Jethro Tull aber auch mit Wolfgang Ambros' Da Hofa oder Georg Danzers Moritat vom Frauenmörder Wurm. Angetan hatte mich auch die auf diesem Album befindliche Coverversion des alten Songs A Spaceman came travelling von Chris de Burgh gecovered von einer österreichischen Band deren Name Eela Craig war. Warum ich Eela Craig erwähne? Eela Craig war die zweite Band, die ich je live miterleben durfte. Bei einem Open Air am Mödlinger Schrannenplatz. Dort gab Eela Craig eine moderne Version der Missa Universalis wieder. Meinen ersten Gig, den ich sah, betraf eine Band, deren Namen ich nicht mehr weiss und die bei einem Geburtstagsfest bei einem Autohaus in Wiener Neudorf aufspielte. An dieser Band wunderte mich in diesem jungen Alter nur, dass sie vorne auf der Bühne einen hatten, der nur sang und kein Instrument spielte. So etwas war mir absolut fremd damals. Ich war ja noch im Beatles Alter und freute mich unheimlich über das Paar Frankfurter und das Gratisgetränk, das es dort gab.
Jedenfalls neben dieser Werbeschallplatte der Zentralsparkasse gab es noch ein zweites Päckchen. Fragt mich bitte nicht ob es verpackt war oder nicht. Aber ich hielt an diesem Abend mein erstes Lieblingsalbum in meinen Händen. Von der Vorderseite des Covers in schwarz/weiß blickten mir die Bandmitglieder von Kraftwerk entgegen. Das Cover zierte der Schriftzug Trans Europa Express. Ein Traum wurde erfüllt. Und von da an hörte ich mir die Scheibe bei jeder Gelegenheit, ohne Rücksicht auf Mitbewohner so oft es ging an. Auch wenn ich damit unsere Philips Stereokompaktanlage blockierte, die auch eine Errungenschaft für die gesamte Familie diese Weihnachten war.
Die Zeit des kleinen schwarz-silbernen tragbaren Kassettenrekorders war vorbei. Wir konnten Schallplatten hören. Der größte technologische Schritt seit den Olympischen Spielen 1976, wo wir die Siegesfahrt von Franz Klammer in der Abfahrt vom Patscherkofel in Farbe miterleben konnten.
Kassetten kannte ich fast nur als selbst vom Radio aufgenommen. Fast! Mein Bruder besaß eine Beatles 1962 - 1966 als Kaufkassette bekannt als the red Album - sogar mit 90 Minuten spielzeit. Die Kassette in giftigem grün.
Also eröffnete sich mir in diesem Jahr eine neue Welt - die erste Lieblingsplatte zierte das Regal neben meinem Bett - viele viele weitere sollten folgen.
Was hat das mit Deep Purple 1985 zu tun - naja noch nicht so viel aber irgendwie doch
Auch diesmal findet ihr im nächstfolgenden Post den Link zum Trans Europa Express Album zum hören und genießen
Kraftwerk in Schönbrunn:

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