Die Reise beginnt - Deep Purple von damals bis heute
Am ersten Ferientag 1985, meinen letzten Ferien, bevor mein Schulleben in einer anderen Schule, nämlich in der Millionenstadt Wien statt dem überschaubaren Mödling, fortgesetzt wurde, hätte ich die Möglichkeit gehabt, Deep Purple, ein Jahr nach ihrer Reunion in der historischen Mark II Besetzung live in der Wiener Stadthalle miterleben zu können. Der Schulkollege, der mir eine Karte besorgt hätte, kündigte mir den lautesten Gig an, den ich wohl in meinem Konzertbesuchsleben je sehen könnte.
Konzerttickets zu bekommen, war damals kein Problem - die Kosten für so einen Eintritt bewegten sich bei 180 bis 200 Schilling - also im Bereich von deutlich unter 20 Euro. Auch für einen Topp Act, wie es damals Deep Purple noch war.
Ich wollte sie zwar sehen, aber es waren doch schon ältere Herren, die hier durch die Wiener Stadthalle rocken sollten. Waren die Herren Gillan, Blackmore, Paice, Lord und Glover doch schon beinahe in ihren Vierzigern. Ein Alter in dem man nach meinem damaligen Verständnis zu Peter Alexander oder Udo Jürgens schunkelte, aber nicht für eine gigantische Rockexplosion auf der Bühne sorgte.
Klar wäre Deep Purple damals ein fantastisches Erlebnis gewesen.
Hatte ich mit dieser Band schon seit frühen Kindheitstagen, aufgrund meines vier Jahre älteren Bruders Kontakt.
Ich war ein Zehnjähriger Hardrocker durch und durch, solange es sich um Deep Purple handelte.
"Made in Japan" das damals unsere Stereoanlage fast ununterbrochen rauf- und runtergespielt wurde, und von mir bis heute noch als das beste Live Rockalbum gefeiert wird, machte mich zum absoluten Verehrer, der Mark II Besetzung.
Wie man sich ändert.
Jetzt fast vierzig Jahre später, genaugenommen neununddreißig Jahre später saß ich selbst mit sechsundfünfzig Jahren und meiner Tochter auf den besten Plätzen der Olympiahalle in Innsbruck, um zumindest die Fragmente der damaligen Band noch live sehen zu können. Ian Gillan, Ian Paice und Roger Glover, schon zwischen fünfundsiebzig und achtzig Jahre jung und musikalisch die damalige Zeit wieder aufleben lassend.
Musikalisch noch immer topp, stimmlich nicht mehr die Band von Zwanzigjährigen, aber mir alten Gen- Xler noch immer die virtuellen Tränen in die Augen zaubernd.
Publikum in der Olympiahalle im durchmischten Alters, von im Parkett stehend Mitrockenden, bis Fans im fortgeschrittenen Alter, die wissend bei jeder Nummer nickten, oder manchmal auch unwissend einnickten, nur jedoch, solange diese Nummer eine der Hits der alten Zeit war, aber tatsächlich bei neuen Nummern der Band, die für mich überraschend gut waren, und bei der Vorgruppe, der ich ein absolutes Kompliment aussprechen möchte, dass es solche Rockbands im Land Tirol noch gibt, total überfordert waren.
Das zu Innsbruck und zur verpassten Gelegenheit 1985, die mir damals nicht so vorkam als hätte ich etwas versäumt, mir diese Erkenntnis, dass dem nicht so sei, jedoch schon bald später bewusst wurde.
Weiters geht's jedenfalls demnächst mit dem Grund, warum alles ganz anders kam - heute aber noch nicht.
Interessierte hören sich jetzt auf der Musikplattform der Wahl ganz einfach das Album "Made in Japan" der Altmeister aus den frühen 70ern des letzten Jahrtausends an
Ihr könnt aber auch einfach am 2. Post des heutigen Tages, das Album über YouTube selbst geniessen
und hier Innsbruck mit sich füllender Olympiahalle
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